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TABUTHEMA INKONTINENZ

Ich weiss mittlerweile, durch viele AnsprechpartnerInnen, dass es vielen von Ihnen so geht, lieber mal eine Filmbeitrag zu sehen um sich diesem Thema zu nähern. Ein Thema, dass Sie sicher auch als ziemlich UNSEXY erleben, aber extrem wichtig ist, wenn es um Ihre Lebensqualität geht.Deshalb bleiben wir sehr aufmerksam bezüglich der Beiträge, die uns als Sinnvoll und engagiert erscheinen und auf der Suche. Für Sie hier ist, wie wir glauben sehr interessant, ein Beitrag der dem Sender 3sat entsprungen. Vielen Dank an die Macher und Unterstützer dieses Films. Wie wir finden, ein sehr gelungener Beitrag zum TABUTHEMA.

Jeder zehnte von uns in Deutschland, hat mit Harn- oder Stuhlinkontinenz zu tun. Experten sprechen mehr und mehr von einer Volkskrankheit. Auch viele junge Menschen sind hiervon betroffen. Der hier zu sehende Film beschreibt eindrucksvoll die gesamte Palette der Problematik.  Eine tolle und mir wichtige Quelle für weitere Informationen sind mir die Beiträge der Deutschen Kontinenz Gesellschaft (DKG). Viel bildlicher geht es nicht: Mit Kurzvorträgen wie „Trocken werden“ oder „Land in Sicht“ will die DKG über die „Volkskrankheit“ Inkontinenz aufklären.

Der Bedarf ist riesig: Die Zahl erschreckend und sogar steigend. Fast elf Prozent der Deutschen leben laut DKG mit Harn- oder Stuhlinkontinenz. „Das ist kein Frauen-Problem und auch kein Alten-Problem“, sage ich Ihnen als Beckenbodentherapeutin, ehemalige Betroffene und Leiterin der Physiotherapie Bautzen.

Ich spreche hier auch von Frauen mit Mitte Zwanzig, die in meine Behandlungen kommen. Sehr angenehm ist mir, mit entsprechenden Ärzten das Thema für unsere gemeinsamen Patienten sehr seriös und nachhaltig angehen zu können.

Wir stellen trotzdem fest, dass viele Erkrankte noch nicht einmal bei einen Arztbesuch über ihr Thema sprechen, weil die Krankheit ein solches Tabuthema sei. Das wird besonders deutlich, wenn ich hier oder auch auf Messen (Kontinenztage in Dresden 2018) oder auch im Auftrag der GGAUP am Infostand über das Thema informiere: „Mein Eindruck leider immer noch ist  – nicht ansprechen – aber den Flyer, den wollen doch sehr viele mitnehmen!“

Die Ursachen für eine Erkrankung sind vielfältig. So können die Gründe für das Einnässen bei Kindern eine zu kleine Blase sein, falsche Trinkgewohnheiten oder ein chronischer Harnwegs-Infekt, wie die DKG erklärt. Dieser Filmbeitrag, aus dem 3sat-Fernsehen, den ich kürzlich entdeckte beschreibt alle Fassetten des Themas geradezu grandios.

Es gibt so viele Möglichkeiten Ihre Lebensqualität wieder zu steigern. Die Ursachen zu entdecken ist ein erster wichtiger Schritt. Beckenbodengymnastik erst der letzte. Denn mit der Gymnastik sollten gestärkte Muskeln eher gestärkt gehalten werden. Bei Erwachsenen kann ein beschädigter Schließmuskel beim Lachen oder Niesen zu unkontrolliertem Urinabgang führen oder auch eine schwache Blasenmuskulatur Inkontinenz verursachen. Die eindeutige Diagnose kann nur der Facharzt stellen.

Lassen Sie uns das Thema endtabuisieren.

DIE PHYSIOTHERAPIE
Ihre Michaela Hähnichen aus Bautzen